12. bis 17.07.2014: Ferienfreizeit der Jugendgruppen 11 und 12 in Nossentin

Sie können direkt die Bildergalerie starten bilder, oder erst den Bericht lesen:

Bereits zum dritten Male führten die Jugendgruppen 11 und 12 eine gemeinsame einwöchige Ferienfreizeit durch. Nachdem die Reiseziele bei den vergangenen Malen im Norden und Süden von Deutschland lagen, ging es in diesem Jahr in Richtung Nord-Osten, genauer gesagt nach Nossentin in Mecklenburg-Vorpommern, rund 25 Kilometer von Waren an der Müritz entfernt. Ähnlich wie im Vorjahr wurde ein Selbstversorgerhaus gemietet, wohin die Reise am 12.07.2014 mit insgesamt sechs Fahrzeugen und über 30 Teilnehmern startete. Nach rund 580 gefahrenen Kilometern kam die Kolonne am Reiseziel an. Das Haus wurde in Beschlag genommen und bezogen, der Rest des Tages stand noch ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens, denn es waren wieder einmal neue Gesichter in beiden Jugendgruppen dabei.

Am Sonntag wurde zunächst die Umgebung erkundet. Dabei wurde eine Badestelle mitsamt großer Wiese am nahen Fleesensee gefunden, wo sich perfekt ausgetobt werden konnte. Fußballspiele und das beliebte Geländespiel "Capture the Flag" standen ebenfalls auf dem Programm, außerdem wurde die obligatorische Lagerfahne gemalt. Am Abend stand das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung an. Dazu wurde ein Raum im Haus festlich dekoriert und ein Beamer sowie eine Leinwand aufgebaut. Pünktlich zum Anstoß fanden sich alle Jugendlichen und Betreuer vor der Leinwand ein und fieberten mit der deutschen Nationalmannschaft mit. Das Spiel gegen Argentinien wurde bekanntlich mit 1:0 gewonnen und Deutschland wurde Weltmeister!

Der Montag startete mit einem wolkenbehangenem Himmel. Daraufhin wurde entschieden, eine Tour nach Wismar zu unternehmen. Ziel war das dortige Schwimm- und Erlebnisbad "Wonnemar", bei dem ein Tagesaufenthalt geplant war. Zum Highlight in dem Bad wurde natürlich der hohe Rutschenturm mit den zahlreichen verschiedenen Rutschen, welcher sofort in Beschlag genommen wurde. Nach einem ausgiebigen Tag im Schwimmbad wurden auf dem Rückweg erste Einkäufe erledigt und etwas Feuerholz gesammelt.

Am Dienstag wurde zunächst das luftfahrttechnische Museum Rechlin besichtigt. Zahlreiche Exponate, darunter etliche Flugzeuge und Flugzeugteile, zeigten die Geschichte der Region und der Luftfahrt auf dem Gelände der ehemaligen Erprobungsstelle der Luftwaffe des III. Reiches in einer musealen Atmosphäre. Da sich das Wetter stetig besserte, konnte bereits am Nachmittag eine Badestelle am Fleesensee im nahen Malchow aufgesucht werden. Es wurden Schlauchboote und Luftmatratzen aufgeblasen und zu Wasser gelassen, der Sprungturm am See ausprobiert oder aber am Strand Ballspiele und Gesellschaftsspiele gespielt. An diesem Tag gab es auch noch etwas zu feiern - den 12. Geburtstag von Angelina. Dazu wurden etliche Kuchen gebacken und ein kleines Geschenk durch die Betreuer überreicht. Eine gelungene Überraschung für das nichtsahnende Geburtstagskind. Der Tag klang - wie so oft - am Lagerfeuer aus und es erklangen lustige Lieder begleitet von der Gitarre tief in die Nacht hinein.

Ein dunkler Teil deutscher Geschichte wurde am Mittwoch behandelt. Ein Großteil der Reisegruppe besichtigte die Gedenkstätte Konzentrationslager Ravensbrück in Fürstenberg an der Havel. Nach einer einführenden Videosequenz wurde sich ausgiebig in den ehemaligen Räumen des Lagers sowie in den zahlreichen Ausstellungen über die Gräueltaten und das Leiden der Menschen in der Nazizeit informiert. Für diejenigen Jugendlichen, die dieses Thema noch nicht in der Schule behandelt haben oder zu jung für das Verstehen diesen Teils der Geschichte waren, wurde ein Alternativprogramm angeboten. Es wurde das Schloss Klink bei Waren an der Müritz angefahren, von dem man einen herrlichen Ausblick über den Nationalpark Müritz mit der vielfältigen Seenlandschaft hat. Ein Besuch der schönen Innenstadt von Waren rundete den Tag ab.

Am Donnerstag wurde die Hansestadt Stralsund angefahren. Neben einem kurzen Rundgang durch die Stadt zu den Hafenanlagen mit der dort liegenden "Gorch Fock I" war das "Ozeanum" das hauptsächliche Ziel. Zahlreiche Ausstellungen, Aquarien aber auch Gehege mit Pinguinen und weitere Attraktionen zeigen dort den Besuchern die Artenvielfalt der Tierwelt sowie die Vielfalt unserer Weltmeere und leisten einen Beitrag zum Thema Umweltschutz. Nach überaus beeindruckenden Einblicken ging es für die Reisegruppe weiter nach Warnemünde. Dort wurde am riesigen Sandstrand der Ostsee Halt gemacht. Trotz der mittlerweile fortgeschrittenen Zeit konnte bei bestem Sonnenschein im Meer gebadet werden oder aber auch einfach nur im Sand ausgeruht werden. Zurück am Haus kehrte relativ schnell die Nachtruhe ein, um dann recht lautstark beendet zu werden. Gruselige Geräusche untermalt von Lichteffekten klangen in der Nacht. Nicht, dass etwas passiert wäre, sondern die obligatorische Nachtwanderung stand an. Durch den tiefschwarzen Wald ging es vom Haus aus eine gute Stunde lang mit Taschenlampen bewaffnet durch die Nacht, ehe jeder wieder ins Bett durfte.

Ein weiteres Highlight stand am Freitag, dem letzten vollen Tag, an. Auf einer stillgelegten Bahnstrecke wurde eine Draisinentour unternommen. Lediglich mit Muskelkraft führte die Fahrt auf alten Bahngleisen durch schöne Landschaften und alte Dörfer. Die mehrstündige Fahrt auf den zahlreichen hintereinander gereihten Draisinen war eine interessante Erfahrung für alle Beteiligten. Am Nachmittag ging es ein weiteres Mal zur Badestelle am Fleesensee in Malchow, wo sich ein letztes Mal ausgepowert werden konnte. Der Abend und somit auch die Ferienfreizeit klangen am Grill und Lagerfeuer aus. Leider gab es an diesem Tag auch ein negatives Erlebnis: Ein Mannschaftstransportfahrzeug blieb unverschuldet mit defekten Anlasser liegen, ausgerechnet einen Tag vor Abreise. Das Fahrzeug wurde nach Waren an der Müritz geschleppt, wo es unkomplizierte Hilfe vom „Transporterhus“ gab. Der Werkstattmeister persönlich reparierte auch außerhalb der Öffnungszeiten das Fahrzeug, damit es pünktlich zur Abreise fertig wurde. Ein nicht alltäglicher Service! Ebenso Unterstützung gab es fernmündlich von der Feuerwehr Gelsenkirchen, auf diesem Wege natürlich ein herzliches "Dankeschön" an alle Beteiligten.

Nach dem Packen der Fahrzeuge und dem groben Putzen des Hauses und seiner Anlagen ging es am Samstag nach einer Woche zurück nach Gelsenkirchen, leider blieb das Pech mit den Fahrzeugen nicht aus, denn auf der Hälfte des Rückweges blieb ein Fahrzeug mit einem Reifenschaden liegen. Dank des mitgeführten Reserverades konnte die Fahrt jedoch fortgesetzt werden, sodass am frühen Abend alle wieder in der Heimat ankamen. Nach abschließenden Aufräumen war die Ferienfreizeit 2014 auch schon wieder vorbei, natürlich wieder viel zu schnell.

Übrigens: Mit den Planungen für eine gemeinsame Ferienfreizeit 2015 wurde bereits begonnen - es wird Richtung Nordsee gehen, soviel sei an dieser Stelle schon verraten!